Schwerter des Königs – Dungeon Siege

Schwerter des Königs Kinoplakat

Ja, ja ich weiß, Uwe Boll sollte man Boykottieren, aber der Film hat Jason Statham, ich musste ihn also einfach mal sehen. Ich hab Dungeon Siege im Kino damals verpasst und mich, gerade weil es ein Uwe Boll Film ist, lange damit zurück gehalten dieses Machwerk auf DVD zu kaufen. Nun ja, ein großer, bekannter Elektronik Markt feiert ja derzeit seinen 30. Geburtstag und da gab es diesen Film im Angebot, also habe ich mir mal direkt die Blu-ray geschnappt.

Aber nun zum Film, bei „Schwerter des Königs“ handelt es sich um einen Action-Fantasy-Film. Uwe Boll versuchte hier laut eigener Aussage, ein episches Werk abzuliefern und holte sich wirkliche Hollywood Stars mit an Board. So ist nicht nur der bereits erwähnte Jason Statham (The Transporter, Crank) mit von der Partie, sondern auch Hollywood Größen wie Ron Perlman (Hellboy), John Rhys-Davies (Herr der Ringe), Ray Liotta (Smoking Aces) oder Film Legende Burt Reynolds (Boogie Nights, The Cannonball Run).

Wie bei aktuellen Action Filmen leider öfters der Fall, ist auch hier die Story schnell erzählt, ein Wahnsinnig gewordener Magier namens Gallian (Ray Liotta) versucht das Königreich Ehb zu unterjochen und als seine metzelnden Horden über das Dorf eines Bauern, mit dem treffenden Namen Farmer (Jason Statham), hineinfallen, kommt die Geschichte auch schon ins rollen. Der Sohn des Bauern wird kaltblütig abgeschlachtet und seine Frau von den Horden verschleppt, nun macht sich unser Held in Spe also auf um seinen Sohn zu rächen und seine geliebte Bäuerin zu befreien. Dabei stehen ihm auf seiner Reise auch einige Gefährten zur Seite, wie z.B. Farmers Ziehvater Norick (Ron Perlman) oder sein guter Freund Bastian (Will Sanderson).

Wo wir bei Gefährten wären, ja dieses Wort habe ich absichtlich gewählt, denn wenn Dungeon Siege sich von einem Film hat inspirieren lassen, dann war es der von Peter Jackson inszenierte Herr der Ringe. Nicht nur die Kameraeinstellungen, sondern auch die Landschaften, Gebäude und Kostüme erinnern an den Fantasy Epos. Klar spielen weder die Kostüme, noch die Kulissen auch nur annähernd in der selben Liga, dennoch war es annehmbar, insbesondere da man gerade von Herrn Boll schon wesentlich schlimmeres gewohnt war.
Sonst bietet dieses Bollsche Machwerk eine Menge Action, die oft an asiatische Filme, wie Hero oder House of the flying Daggers erinnert. Gerade bei den Kampfszenen im Wald oder beim Auftreten der „Ninja“-Wachen des Königs, hat man immer wieder das Gefühl einen Hong Konger Actionstreifen zu schauen. Der Film bietet zudem Wunderschöne Motive der britischen und kanadischen Flora und Fauna, auch wenn ab und an digital nach geholfen wurde.

Hier wären wir auch schon beim nächsten Thema. Denn Uwe Boll hantiert ja gerne mit CGI, bei mehr oder weniger statischen Bildern ist ihm dies hier auch gelungen, in Actionreichen Szenen wirkt es jedoch teilweise zu unecht. Klar kann nicht jeder Film auf die Unterstützung von ILM hoffen, geschweige denn sie auch bezahlen, dann sollte man aber als Konsequenz nicht zu sehr auf CGI setzen.

Mit Schwerter des Königs – Dungeon Siege hat Uwe Boll seinen bisher teuersten Film (60 Mio. USD) aber wohl auch einen seiner besten Filme abgeliefert. Das heißt jetzt nicht, dass man hier von einem Top Titel sprechen kann, denn oftmals schlechte Schnitte, einfallslose Dialoge, flache Charaktere, hin und wieder negativ auffallende Special Effects und die recht dünne Story lassen es einfach nicht zu, dass dieser Film in hohe Regionen abheben kann. Jedoch tut man ihm auch unrecht, wenn man ihn nur nicht guckt, weil er eine Boll Produktion ist. Die teilweise recht hochkarätigen Schauspieler holen das Beste aus dem raus, was ihnen Vorlage und Regisseur bieten.

Kurzum, kein Film den man gesehen haben muss, aber auch kein Film den man zu verachten hat, ertragbares Popcorn-Kino mit Mittelalter-Fantasy-Flair und ner netten Portion Action.

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