Windows 7

windows-7-logoJap, die Beta ist ja schon länger raus und ich habe sie in einer VM Ware als auch Zeitweise als komplettes Wirksystem getestet. Meine Erfahrungen, die ich mit Windows 7, dem Windows Vista Nachfolger, der bereits für Ende 2009 angekündigt ist, gemacht habe, könnt ihr nun hier lesen.

Zu erst habe ich Windows 7 als VM Ware auf meinem derzeitigen Betriebssystem Windows Vista Home Premium installiert. Für die, die nicht wissen, was eine VM Ware ist eine kurze Erklärung. Eine VM ist eine „Virtuelle Machine“, diese kann man auf nahezu allen aktuellen Betriebssystemen laufen lassen und dort weitere Systeme installieren und nutzen, ohne das normale Betriebssystem dabei ausschalten oder verlassen zu müssen. Auf den meisten Servern die heutzutage genutzt werden, laufen in diesen VMs die verschiedensten Server Varianten, zum einen die normalen Webhosting Geschichten, zum anderen aber auch Dienste wie E-Mail oder DNS. Gerade für Webhoster bietet sich dieses Verfahren an, da ein Server im Normalfall nicht mit den Aufgaben, die ihm gestellt werden, ausgelastet ist. Mit mehreren virtuellen Servern, kann man also wesentlich effektivere und auch ökonomischere Auslastung von Hardware bezwecken. Weniger physikalische Server bedeuten also, weniger Strom der verbraucht wird und weniger wärme die erzeugt wird, das wieder rum resultiert ebenfalls in weniger Stromverbrauch. So viel aber zum kleinen Ausflug in die Welt der virtuellen Maschinen. 😉

Also die VM Version von Windows 7 lief entgegen meiner Erwartungen auf meinem PC, ein AMD Athlon 64 X2 mit 2048MB Ram und einer GeForce 8600GTS sehr gut. Dafür dass sich dieses System die Leistung mit dem recht Hardware fressenden Vista teilen musste, war die Leistung wirklich eine angenehme Überraschung. Klar, war es kein high speed System, aber das kann man bei den Hardwarevoraussetzung, die ich zu bieten hatte auch nicht erwarten. Dennoch liefen sämtliche Tasks annehmbar schnell und ohne lange Wartezeiten ab. Zu erwähnen sei außerdem noch, das mein Vista als 32Bit System, das Windows 7 hingegen als 64Bit Version installiert ist. Da man unter einer VM Ware nicht direkt auf den Chipsatz des PCs zugreift und die Hardwarekomponenten, wie die Grafikkarte zwar genutzt aber nur emuliert werden, konnte ich weder die Nforce noch die GeForce Treiber sinnvoll in dieses System integrieren. Sämtliche andere Software, wie z.B. ICQ, Winamp, Office 2007, Firefox oder Photoshop lief einwandfrei, sogar mein Raid-Controller, der unter Windows Vista nur nach manueller Installation der Raid Treiber erkannt wird, war vollkommen installiert und einsatzbereit. Der Microsoft Internet Explorer 8 sieht auf den ersten Blick noch genau so wie die 7er Version aus, zu einem zweiten Blick habe ich es dann nicht kommen lassen, da mir der feuer Fuchs als Browser doch wesentlich lieber ist.

Das virtualisierte OS lief also einwandfrei und lies zu hoffen übrig, dass Microsoft mit 7 dieses mal wirklich ein heißes Eisen im feuer hat. Auch wenn ich nicht zu den Menschen gehöre, die sich über Vista beklagen, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass auch dieses Windows erst seit dem Service Pack 1, wirklich einsatzbereit ist, insbesondere für nicht all zu versierte User die weder Zeit noch Lust haben, ihr System mit diversen Programmen, manuellen Tweaks und regestry Änderungen zu bearbeiten. Nun kam es mir recht gelegen, dass ich meinen PC eh einmal neu aufsetzen wollte. Sprich, die wichtigsten Daten sichern und einmal mehr die Windows 7 DVD ins Laufwerk geschoben. Dieses mal sollte meine C-Platte dran glauben.

Die Installation lief, wie erwartet ohne Komplikationen ab und der Windows 7 Desktop erstrahlte nach ca. einer halben Stunde auf meinem Monitor. Dieses mal konnte ich mich auch um Chipsatz- und Grafikkartentreiber kümmern. Beide werden in meinem Fall von Nvidia gestellt, diese bieten bereits Windows 7 Treiber zum Download an. Auch der Rest an Treibern den ich installieren musste verrichtete Einwandfrei seine Dienste. Da wo noch keine Windows 7 Treiber verfügbar sind, nimmt man einfach die Vista oder gar XP Treiber. Software lief wie in der VM bereits festgestellt Problemlos. Nun aber zu den Neuerungen von Windows 7.

Auf den ersten Blick fällt die neue Taskleiste auf. Diese wurde Grund erneuert, so werden nun die Quicklaunch-Icons zu dem Programmfenster auf der Taskbar wenn man diese öffnet und die ganze Anordnung wurde geändert. Der Button um den Desktop anzeigen zu lassen findet sich nun ganz rechts hinter der Uhrzeit. Weitere nette Spielereien sind z.B. die Möglichkeit alle geöffneten Fenster Unsichtbar zu machen, um einen kurzen Blick auf den Desktop zu werfen, eine bessere Geräteverwaltung, die Geräte schneller erkennt und sämtliche Möglichkeiten, die man für das vorhandene Device hat anzeigt. Die Netzwerkschnittstellen arbeiten noch einmal schneller und Problemloser, was sich gerade in Heimnetzwerken für User mit weniger Netzwerk Erfahrung als Vorteil heraus stellen dürfte. Hinzu kommt die bereits erwähnte Performance, die im Wirkbetrieb wirklich noch mal zeigt, dass es trotz neuer Technik, schneller als unter Vista geht.

Mir persönlich hat Windows 7 sehr gut gefallen, nur die neue Taskbar ist nicht ganz nach meinem Geschmack. Mag sein, dass sie intuitiver ist, aber seit Windows 95 kenne ich meine Taskleiste und habe sie auch irgendwie lieben gelernt. In der Beta war es leider nicht möglich diese wieder in die alte Form zu bringen. Sonst bin ich aber doch sehr angetan und bin mir sicher, dass Microsoft hier endlich wieder auf dem richtigen Weg ist. Vielleicht wird 7 wirklich der lang ersehnte 2000 Nachfolger.

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