80km/h

80km pro Stunde sind in der Stadt viel zu schnell, aber auf der Autobahn viel zu langsam. Tja welch grandiose Feststellung, Captain Obvious war wohl wieder am Werk, zumindest könnte man das nun denken.

Aber ich fange noch mal von vorne an, am Samstag bin ich zu Freunden gefahren, erst nach Irlenborn, ein wirkliches Nest und ca. 140Km entfernt von meiner wunderschönen Heimatstadt Dortmund. Von dort aus ging es aber am Sonntag dann zu zweit weiter nach Bedburg, welches westlich von Irlenborn gelegen ist und von da aus noch einmal knapp 90km sind. In Bedburg selbst haben wir uns zu 6. getroffen und einfach ein paar Tage lange gezockt, Serien geguckt und die freie Zeit genossen, nebenbei wurde mir dann auch noch geholfen, die letzten beiden Erfolge bei Call of Duty 4: Modern Warfare, auf der 360 zu holen, aber das nur als kleine Randnotiz.

Heute, viel mehr gestern ging es dann aber wieder nach Hause. Nachdem der Abschied schon durch einen anderen Zwischenfall etwas getrübt war, sollte der Abend aber noch wesentlich besser ausklingen.

Ich bin, wie auch immer das passieren konnte, schön über eine ca. 5cm lange Schraube gefahren. Die Schraube steckte zumindest mal schön tief im Reifen fest. Ich zog die Schraube mit einer Zange aus dem Rad hinaus, in der Hoffnung, dass sie nicht zu lang sei und durch das Gummi den schlauch erwischt hätte. Leider war dies der Fall und so hörte ich ein leises Zischen beim herausziehen. Meine Freunde, die auch gerade abfahrbereit waren, waren aber dann zum Glück noch nicht auf dem Weg und halfen mir dann noch beim Reifenwechsel. Zum Glück haben wir immer Werkzeug und Ersatzreifen ein Notrad in dem Auto drin. So entluden wir die Karre, wechselten den Reifen, fuhren langsam zu einer Tankstelle, an der wir die Luft erstmal auffüllten und natürlich hab ich dann auch erst mal getankt. Einmal voll, -50€ auf dem Konto, aber gut, Autofahren ist nun mal nicht kostenlos.

Nun ja, mit diesem Ersatzrad Notrad darf man allerdings nur 80km/h fahren, was natürlich sehr passend war, denn meinen Freund aus Irlenborn hatte ich ja auch noch dabei und der musste ja auch noch irgendwie nach Hause. Was hieß das also für mich? Ganz klar, dass dies eine lange Autofahrt werden würde. Für die Strecke Bedburg -> Ilrenborn -> Dortmund, also ca. 230km braucht man im Normalfall 2 1/2h, mit meinem Spezialreifen habe ich nun ca. 5h gebraucht, also wirklich herrlich. 😉

Was habe ich nun aus dieser Geschichte gelernt? Dass man 230km mit recht wenig Spritverbrauch fahren kann, mir meine Ferse nun vom konstanten halten der Geschwindigkeit irgendwie weh tut und das einige Auto, insbesondere aber LKW Fahrer einfach nur bescheuert sind, denn anstatt mich einfach nur zu überholen, mussten einige wirklich noch die Lichthupe oder gar das echte Horn geben. Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber wenn vor mir wer langsam fährt, dann wird der schon seinen Grund haben und ich überhole den dann einfach und mache nicht so einen Terz, aber gut. Ich werd mich nun endlich mal hin hauen, aber dieser Post musste nun einfach noch sein.

Kommentar verfassen