Eine schwere Entscheidung

Umzug
Alle Sachen packen und dann nen netten Abflug machen. 😉
Das ganze hört sich dank der Überschrift ja schon extrem theatralisch an, ja vielleicht etwas zu tiefgründig und auch nicht ganz so von Bedeutung, wie es manch einer nun denken mag, aber zumindest habe ich mit diesem Header einen Eyecatcher für den Artikel, der ihn ggf. interessant macht.

Jedoch liegt die Betonung auf vorerst, denn auch wenn ich mich entscheiden sollte, den Plan so durch zuführen, würde ich aus finanzieller Sicht gesehen, versuchen etwas günstigeres zu bekommen, zudem wäre eine Wohnung mit Internet ohne Verbindungsabbrüche ganz nett. Hier ist mir dann auch die Geschwindigkeit (fast) egal, aber die Verbindung soll bitte Konstant sein und mich nicht im 5 Minuten-Takt raus schmeißen.

Meinen TV würde ich mit der Xbox und dem Blu-ray Player wieder nach Dortmund schaffen, unter der Woche komme ich ohnehin nicht wirklich zum zocken, geschweige denn einen Film zu gucken. Einen normalen Röhren TV gibt es hier in der Wohnung ohnehin und dieser passt auch perfekt zu dem Kabelanschluss; DVB-T ist zwar verfügbar aber in meiner Souterrain-Wohnung viel zu stark gestört. Mein Notebook hätte ich ja noch hier, wäre also zumindest von der Außenwelt nicht abgeschirmt.

Ich sehe einfach in Frankfurt für mich keine lebhafte Zukunft. Ich kann nicht jedes Wochenende darauf hoffen, dass sich irgend wer bei mir anmeldet, genau so wenig werd ich mich aber um 180° drehen können und die Stadt am Wochenende alleine unsicher machen. Dass ich also unter der Woche, Abends die meiste Zeit am Notebook verbringe macht mir nichts aus, gerade nach der Arbeit ist der Nachmittag bzw. Abend eh schon nicht mehr all zu lang, als das dort noch viel Zeit zum ausgehen bleiben würde. Auch über die Wochenenden kann ich mich bisher nicht groß beschweren. Das eine oder andere mal bekomme ich Besuch, ab und an fahre ich mal zu Bekannten nach Erzhausen oder ich fahre halt nach Hause.

Ich plane mir momentan die Wochenenden echt zu, allerdings kanns das auch nicht sein. Denn zum einen kann ich nicht erwarten, dass mich jede Woche wer anderes besuchen kommt, da da irgendwann auch mein Portfolio an Freunden erschöpft sein dürfte und zum anderen geht so natürlich jegliche Spontanität flöten. Zudem möchte ich mich auch bei niemandem aufdrängen, was ja leicht passieren kann, wenn man immer und immer wieder nach haken muss, ob man ggf. mal was gemeinsam unternehmen kann.

Abschließend bleibt momentan nur ein großes Fragezeichen in meinem Kopf, die Miete hier, plus Strom und sonst was sind nicht gerade wenig, wenn ich dann noch mal für die Hin- und Rückfahrt am Wochenende jeweils 15€, sprich 30€ pro Woche oder ca. 120€ im Monat rechne ist das auch ne nette Summe, die da zusammen kommt. Ich bin aber wohl in der „netten“ Situation sagen zu können, dass ich es mir leisten könnte. Dafür hätte ich an den Wochenenden mein gewohntes Umfeld, meine Freunde und Famillie und wäre einfach an nem Ort den ich auch aus tiefster Ehrlichkeit mein Zuhause nennen könnte. Anders herum könnte ich auch versuchen, hier eine größere Bude zu finden, mein Zimmer bei meinen Eltern komplett zu räumen und hier nach FFM zu verlagern.

Ich tendiere momentan extrem zur ersten Lösung bin mir aber einfach unsicher, es ist nun mal eine schwere Entscheidung.

3 Kommentare

  1. Ach komm so schlimm ist das alles nicht. Das klingt ja als wäre FFM ganz schlimm und man findet da keine Freunde und man muss nur am Laptop sitzen wo aber alle 5 min. das Netz abkackt. Das bessert sich schon im Laufe der Zeit alles von ganz alleine, egal ob du was dafür tust oder nicht. War bei mir als ich nach Köln gezogen bin am Anfang nicht anders. Also hör auf zu heulen und mach was! xD (Der letzte Satz hört sich ganz fies an, sollte aber ganz positiv gemeint sein!) xD

  2. Hm naja, der Unterschied ist, als du nach Köln gegangen bist, hast du dort ne Ausbildung mit mehr oder weniger gleichaltrigen angefangen, du hattest also irgendwo ne Basis auf die du aufbauen konntest; fällt hier total weg. Ich sag ja auch nicht, dass es hier grausam ist, aber auf Dauer wird sich hier nichts für mich ändern.

    Zudem muss ich mir die Frage stellen, ob ich hier überhaupt einen großen Freundeskreis will; den hatte ich btw. nicht mal in Dortmund; ausgewählt und exklusiv war da immer meine Devise. 😉 Aber wenn ich mir hier nun was Aufbau fällt der Abschied in 1, 2, 3 Jahren natürlich schwerer, vielleicht will ich mir das auch unterbewusst ersparen, keine Ahnung.

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