Kampf der Titanen

Hach ja, lange nichts mehr hier geschrieben, aber ich glaub der Podcast am Freitag kam ganz gut an, auch wenn er zugegebenermaßen nicht dem Entspricht was ich mir für die Zukunft darunter vorstelle, wars doch schon mal wieder ganz nett, überhaupt einen Stoffcast zu machen. 😉

Ich müsste eigentlich noch einiges an Filmreviews nach reichen, jedoch sind die nicht mehr wirklich aktuell. Einzig und allein zu dem Film „Kampf der Titanen“ mit „Avatar“ Schauspieler Sam Worthington möchte ich hier kurz meinen Senf abgeben.

Der Film wurde von Kritikern ja förmlich zerrissen, er sei einfach nur schlecht und man hätte es lieber gleich lassen sollen, diesen Streifen zu drehen. Eines vorweg, ich teile diese Meinung NICHT. Der Film hat ganz klar seine kleinen Ecken und Kanten, so ist Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) bzw. in diesem Film der griechische Gott Zeus, mit seinem Gefolge in einem recht bizarr wirkendem Olymp anzutreffen. Ich habe mir den Olymp SO zumindest nie vorgestellt, zudem stellt sich mir die Frage, warum die Götter in diesem Film in extrem glitzernden „Bling-Bling“ Rüstungen umher liefen und nicht wie „gewohnt“ in den typischen, griechischen Roben. Ein anderer Punkt der mir persönlich nicht gefallen hat, war die Darstellung von Pegasus, ich weiß nicht warum, aber Pegasus ist für mich nun einfach ein Schimmel und kein schwarzer Hengst.

Zur Story brauch ich glaube ich nichts zu sagen, denn „Kampf der Titanen“ läuft ja mittlerweile in der dritten Auflage im Kino, wer aber trotzdem gar nicht weiß worum es in dem Film geht, bekommt jetzt einen ganz spärlichen Abriss. Die Menschen glauben immer weniger an die Götter, was diese, insbesondere Zeus entzürnt, immerhin sind die Menschen sein Werk und haben ihm zu huldigen, ihn an zu beten. Aus den Gebeten der Menschen ziehen die Götter zu dem ihre Kraft, werden sie also nicht mehr von den Menschen beachtet wie zuvor, sind sie auf kurz oder lang dem Untergang geweiht.

Hier tritt Hades, der böse Bruder Zeus‘ ins Bild, er nutzt den momentanen Zorn seines Bruders auf und hetzt ihn gegen die Menschen auf. Mit der Hoffnung, die Menschen wieder zu sich zu treiben, in dem man ihnen Angst vor den Göttern macht, stimmt Zeus dem Plan seines Bruders zu. Nun ist es an Perseus (Sam Worthington), der seines Zeichens ein Halbgott und Sohn des Zeus ist, die Menschheit vor dem Zorn der Götter und einem der Titanen zu beschützen.

Ich denke das war ein recht spartanischer Abriss, der nicht auf jede Nuance des Films eingeht, aber in etwa das wieder spiegelt, was man geboten bekommt. In meinen Augen nen nettes Action-Popcorn-Kino. Nichts Weltbewegendes, keine Frage, aber eben auch kein Jahrhundert-Fail.

Das mag aber auch eine reine Geschmacksfrage sein, was jedoch wirklich eine Frechheit ist und meiner Meinung nach auch bei vielen als Grund für das miserable Abschneiden von „Kampf der Titanen“ herhalten musste, war die Vermarktung als 3D-Film. Der Film wurde ja bekannter maßen nicht in 3D gedreht, nun sollte man aber meinen, dass trotz allem 3D-Effekte mit dem Computer in solch einen Film eingefügt werden könnten. Zumindest hat soch das auch die Marketingabteilung von Warner Bros. Pictures gedacht. Dem war aber irgendwie nicht so, ich kann mich explizit an keine einzige Szene mehr erinnern, in der 3D wirklich mal zum tragen gekommen wäre und wenn man sich versucht zurück zu erinnern, gab es im ganzen Film vielleicht 3-5 Einstellungen, die von den tollen 3D-Brillen gebrauch gemacht haben.

Es war nahezu kein Unterschied zu sehen wenn man die Brille während des Films abgesetzt hat. Für alle, die noch nicht im 3D-Kino waren sei hier angemerkt, dass auf der Leinwand eigentlich zwei Bilder zu sehen sind und diese mit unterschiedlicher Polarisation dargestellt werden. Die Brillen die man auf hat, haben pro Seite auch eine jeweils andere Polarisation, so dass die Bilder vom Auge getrennt aufgenommen und im Hirn zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt werden können. Wenn man nun also ohne Brille schaut, sieht man also doppelt. Nun bei „Kampf der Titanen“ sah das Bild komischerweise nicht wirklich doppelt aus. Eine ganz leichte Versetzung der Bilder, die auch als fiese Unschärfe hätte durchgehen können war auszumachen mehr nicht.

Um das ganze mal zu einem Abschluss zu bringen sage ich einfach, der Film ist für zwischendurch mal ganz OK, kein Meilenstein aber nette seichte Unterhaltung nach einem mehr oder weniger anstrengenden Tag. 3D sollte man bei dem Film jedoch meiden, am besten ganz vergessen, denn dann ärgert man sich doch nur und zerreißt einen sonst soliden Action Film aufgrund eines falsch beworbenes Features in der Luft.

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