World Invasion: Battle Los Angeles


Nachdem Leverkusen uns die Option auf die Vorzeitige Meisterschaft versaut und wir unser Spiel gegen Mönchengladbach auch mal richtig verkackt haben, brauchte ich mal wieder eine Ablenkung vom doofen Alltag, ein Grund mehr ins Kino zu gehen und eben diesen für 2h auszublenden. 😉

Wie so oft habe ich mich auch bei World Invasion: Battle Los Angeles vorab nicht wirklich mit dem Film beschäftigt, das hat natürlich den Vorteil, dass man relativ unvoreingenommen in einen Film gehen kann und meistens auch nicht all zu hohe Erwartungen hat. Bei diesem Film war das also nicht anders, vom Trailer war ich auf einen lauten Actionstreifen eingestellt.

Diesen hat man auch bekommen, wobei die Anlage im Kino viel zu leise war, was aber kein Problem des Films an sich war. Im Film begleitet man überwiegend Staff-Sergeant Michael Nantz (Aaron Eckhart), der nachdem er von einer Mission als einziger überlebender seines Squads zurückgekehrt ist, seinen Dienst quittieren will. Jedoch wird er zu Beginn des Films recht schnell der Truppe um Lieutenant William Martinez (Ramon Rodriguez) zugeteilt, um bei der Evakuierung von Los Angeles zu helfen; L.A. liegt im Einschlaggebiet eines Meteoritenhagels.

An der ersten Gefahrenstelle angekommen wird recht schnell klar, dass es sich bei den Meteoren um Raumschiffe handelt und deren Insassen, alles andere als Freundlich gesonnen sind, denn augenblicklich nach der Landung im Meer, tauchen die ersten Aliens auf und metzeln alles nieder was menschlich ist. Das Team um Rodriguez bekommt im weiteren Verlauf den Auftrag Zivilisten aus einer Poliezei Station in Santa Barbara zu befreien, dabei treffen sie natürlich auf den einen oder anderen extraterestrischen Gegner sowie ein weiteres Squad, in dem unter anderem Technical Sergeant Elena Santos (Michelle Rodriguez) unterstellt ist. Nachdem die Zivilisten gerettet und schon einige Marines ihr Leben lassen mussten, begibt sich der Trupp auf die Suche nach der Kommandozentrale der Besetzer, denn wenn sie diese zerstören könnten, wäre Los Angeles gerettet.

Battle Los Angeles ist ein wirklich gelungener Actionfilm, der nur wenige Mankos aufweist. Zum einen die Wackelkamera, die teilweise das zappeln in Cloverfield noch übertraf und somit noch ein ganzes Stück mehr nervte. Zumal es so aussah, als ob das Rein- und Rauszoomen, als auch die Wackler selbst, später digital als Stilmittel eingefügt worden wären. Entweder wurden die Wackler im laufe des Films weniger bzw. nicht mehr so extrem großzügig oder aber, man gewöhnt sich recht schnell daran, denn nach spätestens 20 Minuten war die Kamera Führung kein Thema mehr.

Ein weiterer Kritikpunkt wäre wohl die Charakterentwicklung, die vielen wohl zu kurz gekommen ist. Ich persönlich fand das bei Battle L.A. nicht störend, denn es geht hier um eine Truppe Marines, die ums Überleben kämpfen, da erwarte ich alles andere als eine weitgehende Charakterentwicklung. Den einzigen Charakter den ich wirklich bemängeln müsste, wäre TSgt. Elena Santos, was auch nur daran liegt, dass ich Michelle Rodriguez einfach nicht leiden kann und jede Filmminute gehofft habe, dass sie doch bitte bald draufgehen möge.

World Invasion: Battle Los Angeles bietet zwar keine tiefgründige Story oder Charakterentwicklung, keine weit durchdachten Dialoge und eine gewöhnungsbedürftige Kameraführung, doch dies sind alles Dinge, die man verschmerzen kann, wenn man sich auf einen Actionfilm einstellt, denn den bekommt man geliefert; geschätzte 90 der 120 Minuten Spielzeit, sind Szenen im Gefecht. Intensiviert wird die Bedrückende Atmosphäre auch immer wieder durch den Wechsel in die Ego-Perspektive, so dass man sich teilweise wie in ein Videospiel hinein versetzt fühlen kann.

Kurzum Battle Los Angeles könnte die Verfilmung eines neuen Call of Duty Titels sein, wenn man also den Film von diesem Standpunkt aus betrachtet wird man nicht nur sehr gut unterhalten, sondern wünscht sich nicht nur einmal, dass Battle L.A. ein Videospiel wäre, bei dem man selber eingreifen könnte. Zudem bietet der Stoff noch Spielraum für weitere Filme in anderen Ländern, ich hätte nichts gegen einen zweiten Teil.

Ein Kommentar

  1. Wenigstens hattest du keinen neben dir sitzen, der plötzlich anfing: „Das kann so alles gar nicht passieren. Echte Aliens sind an genetischen Experimenten interessiert und würden daher nicht die ganze Menschheit auslöschen wollen. Auch haben sie von allem genug und sind nicht auf irgendwelche Rohstoffe der Erde angewiesen. Auch stimmt die anatomische Darstellung von Aliens nicht.“
    Aber das mit dem Wackeln der Kamera ist mir auch extrem aufgefallen.

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